Aktuell ist unsere Kittenstube belegt.

Wir haben noch Kitten in Gold und silver

Unser nächster Wurf in silver erwarten wir Ende August. 

 

Hier geht es zu den Fernsehstars, selbst mit der Kamera harmonieren meine  Katzen. Tara war auch sehr begeistert von ihnen.

 

http://atv.at/contentset/4149095-hund---katz-/4169904

 

 

 

Möchte darauf hinweisen, dass unsere Kitten sich ihre neuen Besitzer gerne aussuchen.

Verkaufen nicht über das Internet.

Machen Sie sich doch einfach einen Termin aus, um unsere kleinen Schmusebären näher kennen zu lernen.

 

 

KATZENKAUF:

 

Wer sein leben zukünftig mit vierbeiniger Begleitung verbringen möchte, sollte sich vorab folgende Fragen stellen:

 

Bin ich bereit und auch willens, eine Bindung für womöglich 20 Jahre einzugehen?

Habe ich die Zeit, meinem Familienzuwachs, die Liebe und Zeit zu geben, die es braucht?

Kann ich den Kleinen ein katzengerechtes zu Haue geben?

Hat jemand in meinem Umfeld/Famlie eine Allergie auf Katzen?

Kann ich es mir leisten,bzw bin ich finanziell in der Lage, gutes Futter, notwendige Impfungen und eventuelle Tierarztbesuche zu bezahlen?

 

Sie haben alle Fragen mit "JA" beantwortet?

Dann steht wohl nichts mehr im Weg, dass bei ihnen Familienzuwachs ins Haus kommt.

 

KITTENABGABE:

 

Können Sie täglich mind 1- 1,5 Std mit spielen investieren? Wenn ja, können die Kitten auch in Einzelhaltung gehen.

Bevorzugt vermittel ich die Kitten jedoch zu zweit, bzw schon zu einer Katze, die bei ihnen zu Hause lebt. Wenn Sie jedoch ein Kitten aus einer anderen Zucht hinzu nehmen wollen, helfe ich ihnen gerne bei der Suche.

Die Kitten sind bei der Abgabe selbstverständlich stubenrein, bestens sozialisiert, kennen jegliche Alltagsgeräusche und auch Kinder. Sie sind im Besitz eines Stammbaumes ( Sie haben ja auch eine Geburtsurkunde ;)) , ihrem Impfpass und werden nur mit einem Kaufvertrag abgegeben.

Fixe Reservierungen der Kitten, werden nur mit einer Anzahlung entgegen genommen. Die Anzahlung berägt 1/3 vom Kaufpreis. Sollten sie aus welchen zwingenden Grund auch immer, das Kitten NICHT zu sich aufnehmen, wird die ANZAHLUNG NICHT RETOUR ERSTATTET.

 

 

 

Das richtige Abgabealter:

 

In letzter Zeit habe ich immer und immer wieder die gleiche Frage gestellt bekommen:

Wieso kann ich das Kitten nicht schon mit der 8. LW haben, bzw ab wann geben Sie ihre Kitten ab?

Hier eine kurze Zusammenfassung, wieso, weshalb, warum, welches sich auf etliche Studien zurückschliessen lässt ( google findet sie ;))

Das Abgabealter, war und ist lange umstritten gewesen. Früher war man der Meinung, dass ein Kitten zwischen der 6-8 Lebenswoche abgegeben werden sollte, dass sich so der Kontakt zu Menschen gut ausprägt. Jedoch genau der Gegenteil ist der Fall! Oft hat man genau das Gegenteil( lt. vieler Studien!!)

Die Entwicklung einer Katze wird in mehreren Phasen aufgeteilt:

Die SENSIBLE PHASE: Dauer ca von der 2- 7.LW

Dann erst kommt die: SOZIALISIERUNGSPHASE

Dieser findet bis zur 12 LW statt.

In dieser Zeit lernen die Katzenkinder den positiven Kontakt zu Menschen und ihren Artgenossen kennen. Sie entwickeln sich zu liebenswerten, geselligen und verspielten Tieren. Fehlt jedoch dieser Kontakt, entwickeln die Kitten sich u.a. zu ängstlichen und desoialisierten Tieren.

Ganz wichtig ist, dass die Katzenkinder den positiven sozialen Kontakt zum Menschen kennen lernen. Sie kennen den Geruch, er ist ein sozialer Partner und stärkt die Bindung zu ihm, dass sie keine Angst vor dem Menschen haben.

Ein Katzenkind muss erst lernen, dass es eine Katze ist, d.h.: wie kommuniziert eine Katze, wie lebt es am besten in seinem Umfeld. Genau dazu braucht ein Katzenkind andere Katzen und den Menschen.

Das Katzenkind lernt sehr viel, zuerst nur durch beobachten der Mutter, wenn diese einen positiven Kontakt zum Menschen pflegt.

Die Mama zeigt den Kindern auch in den ersten 12 Wochen, wo die Grenzen sind, was kann man machen und was nicht!Es lernt mit den Situationen umzugehen, wenn es dies nicht lernt, kann oft Frust in Agressionen oder anderen "unerwünschten Verhalten" in Dingen oder Menschen führen.

 

Eckdaten der Katze:

  • Normaltemperatur: 38,5-39,5 Grad
  • Pulsfrequenz: 100-160 Schläge/min (Kitten etwas höher)
  • Atemfrequenz: 20-40 mal/min (Kitten etwa 30-50/min)

Wie erhalte ich meine Katze gesund?

Erbliche Veranlagung ist nicht alles, vielmehr beeinflusst wird die Gesundheit durch die Umgebung in der sie lebt. So kann artgerecht, hochwertige und ausgewogenen Ernährung viel dazu beitragen, dass die Katze gesund bleibt und auch so aussieht. Geistige, sowie körperliche Beschäftigung zählen ebenso zu den Faktoren, wie eine rechtzeitige Kastration (6Monate) als auch Impfungen.

 

Ein Thema, welches jeder einmal durchlesen sollte, der Interesse an einer Katze hat. Leider wird FIP- der mutierte Coronavirus bzw. Feline Infektiöse Peritonitis totgeschwiegen. Coronaviren verursachen jediglich Durchfall bzw leichten Schnupfen.

FIP ist die mutierte Form des Coronavirus. Es gibt eine nasse und trockene Verlaufsform. Sy,ptome der nassen Form sind Flüssigkeitsansammlungen im Brust-sowie Bauchraum. Wenn diese Erkrankung ausbricht verlauft sie immer tötlich. Es wird vermutet, dass ca 90% der Katzen den Coronavirus in sich tragen. Wieso dieser hramlose Virus mutiert, sind sich viele Wissenschaftler noch nicht einig, vermutet wird zu viel Stress bzw eine nicht artgerechte Haltung, dass dieses Virus mutieren lässt.

Die Krankheit FIP ist NICHT ANSTECKEND!!! Zwar ist der Coronavirus von Katze zu Katze ansteckend (wie beschrieben hat dieser fast jede Hauskatze), jedoch benötigt es zum Ausbruch der Krankheit "FIP" eine Mutation des Virus, welche NICHT ansteckend ist. Viele Tierärzte und Laien verbreiten das Gerücht, "FIP" wäre ansteckend und ließe sich sicher durch Bestimmung des Corona-Titers im Blut diagnistizieren. Dieser Titer sagt nur aus, ob eine Ansteckung mit dem Coronavirus stattgefunden hat, NICHT ob das Virus mutiert ist. Ärzte diagnistizieren leider viel zu schnell die Diagnose "FIP" lt dem Motto, das war vor 20 Jahren auch schon so und wird immer so bleiben, meist sind sie auch mit dem Wissen am Ende, welche anderen Erkrankungen es noch geben könnte. Daher ist es besonders wichtig Differentialdiagnosen zu stellen, denn mittels optischen Erscheinungsbild und Blutwerten sind 2 heilbare Erkrankungen genau gleich, aber heilbar, es gibt ca 20 Erkrankungen, die so ähnlich verlaufen, an erster Stelle steht zb ein simpler Katzenschnupfen. Sollte der Arzt zu voreilig Diagnosen in den Raum schiessen, ohne Differentialdiagnosen, bitte einfach den Tierarzt wechseln, weil in etwa 2% der an "FIP" euthanasierten Katzen hatten diese mutierte Form tatsächlich.

Auch wundersame "Spontanheilungen" an "FIP" hört man oft, jedoch war es wohl etwas komplett anderes, da "FIP" eindeutig und immer einen tötlichen Verlauf nimmt.

Ich durfte den Beitrag verlinken, am besten einmal durchlesen, weil viel anders kann man es nicht schreiben.

http://www.bkh-tirol.at/index2.html

 

KITTENPFLEGE:

Wenn ein Kitten in ein neues zu Hause umzieht, schauen sie bitte, dass es möglichst Stressfrei abläuft, dass das Kitten genug Versteckmöglichkeiten zur Verfügung gestellt bekommt. Eingewöhnungszeit dauert ca 7 Tage bis zu 30 Tage.Geben sie dem Kleinen genug Zeit, wie es braucht. Hat das Kitten viel Stress ist es anfälliger auf Krankheiten.

Bitte vermeiden sie Zugluft, Klimaanlagen (besonders im Transport mit Auto) es kann binnen Stunden einen Schnupfen bishin zur Lungenentzündung bekommen.

Tägliche Augenpflege, bürsten reicht 1 mal die Woche.

Schauen sie, dass Fenster, Türen bzw der Balkon Katzengerecht gesichert sind.

Bitte in der ersten Zeit das gewohnte Futter weiter verwenden, vermeiden sie bitte Futtermarken, die sehr viel Lockstoffe beinhalten, wie z.B. Whiskas oder Sheba, darauf könnte ihre Katze Durchfall bekommen.

Trockenfutter und Nassfutter sollte in einem Verhältnis von 60:40 gefüttert werden, im Sommer lieber 70:30. Wird der Stuhl weicher geben Sie einfach mehr Trockenfutter, ist er zu fest, dann mehr Nassfutter. Denken Sie immer daran, dass auch Sie nicht jeden Tag die gleiche Stuhlqualität haben und genauso ist es eben bei Katzen. Zum trinken reicht der Katze jediglich frisches Wasser, bitte vermeiden sie die Gabe von zu viel Leckerlis, dies sollte als Belohnung dienen und nicht als Hauptfutter missbraucht werden. Bis zum ersten Lebensjahr soll eine Katze so viel fressen wie sie will, sie ist im Wachstum und Briten sollen nun mal auch korpulent und bullig sein.

 

Giftpflanzen:

 

http://www.bkh-tirol.at/index2.html

 

HCM - Hypertroph Kardiomyopathie bedeutet übersetzt Herzmuskelerkrankung

 

Die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist eine Erkrankung, welche durch eine Verdickung des Herzmuskels gekennzeichnet ist. Die Verdickung kann die gesamten Herzmuskeln, aber auch nur Teilabschnitte umfassen. 
Die Muskulatur des Herzens wächst praktisch in den Kammerinnenraum, so dass sich das Lumen im Verhältnis zur Wandstärke erheblich verkleinert.

Das Herz kann sich jetzt nicht mehr ausreichend mit Blut füllen, worauf es zu einem Rückstau in die linke Vorkammer und anschließend in den Lungenkreislauf kommt. Die Bildung von Lungenödemen (Flüssigkeit in der Lunge) oder Pleuralergüssen (Flüssigkeit in der Brusthöhle) ist die Folge.

Nun tauchte vor einigen Jahren ein Gentest auf, der versprach, Mutationen dieser Erkrankung, in der DNA von Ragdoll und Maine Coon Katzen aufzuspüren.

Inzwischen sind sich die Genetiker einig!

Der so hoch gepriesene HCM Gentest für diese beiden Rassen ist nicht aussagekräftig!!

Hierbei muss erwähnt werden, das er für alle anderen Rassen noch
nie in Frage kam!!! 

In Feldstudien wurden Maine Coon, sowie Ragdoll Katzen Gen-getestet und einer Schall-Untersuchung unterzogen. In beiden Rassen fanden sich unter den Gen-negativ getesteten Katzen im Ultraschall HCM positive Tiere, wie auch bei den Gen-positiven Katzen im Ultraschall HCM unauffällige Tiere.

So ist nach wie vor das Echokardiogram, die einzige Möglichkeit zur sicheren Diagnostik.

Dr. Kresken weist nochmals ausdrücklich darauf hin, das Zuchtkatzen aus juristischen Gründen (§11 b TSchG) vor dem ersten Deckeinsatz einer Ultraschall-Untersuchung unterzogen werden sollten.

Folgeuntersuchungen alle eineinhalb bis zwei Jahre sollten sich anschließen.

 Für weitere Infos und die genauen Zahlen der wissenschaftlichen Studien finden Sie hier einen sehr interessanten Artikel von Dr. Jan-Gerd Kresken.

Mit Genehmigung von Dr. Kresken, darf ich seinen Artikel hier veröffentlichen. 

Katzenherzen:
von Dr. Jan-Gerd Kresken

Die hypertrophe Kardiomyopathie (HKM,HCM) ist die häufigste Herzerkrankung der Katze.
Sie ist eine erworbene Herzerkrankung, die aber genetisch bedingt ist. Dr. Jan-Gerd Kresken berichtet über den aktuellen Stand zur Diagnostik der HCM der Katze und geht der Frage nach, was vier Jahre Gentest gebracht haben.
Die HCM tritt meistens erst auf, wenn sich die Katzen bereits im Zuchteinsatz befinden. In der veterinärmedizinischen Kardiologie gibt es verschiedene Möglichkeiten, die HCM bei der Katze zu diagnostizieren. Neben den klassischen Verfahren wie Auskultation, Röntgen, EKG
hat sich die Echokardiografie mit ihren verschiedenen technischen Möglichkeiten,
angefangen von hochauflösenden zwei-dimensionalen Bildern des Herzmuskels über Dopplerverfahren bis hin zu Gewebedoppler und Strain-Analysen als Gold- standard etabliert.

Genetische Untersuchung:

Diese klassischen Verfahren zur Diagnostik der HCM wurden Anfang 2006 um die genetische Analyse erweitert. Ausgang der Forschung nach dem ursächlichen Gen der HCM war die Arbeit von Dr. Kittleson, der 1999 eine autosomal dominante Vererbung der HCM bei der Maine Coon mit 100%iger Penetranz postulierte. Die amerikanischen Kardiologen Dr. Meurs
und Dr. Kittleson fanden im Jahr 2005 die sog. A31P-Mutation (Gen I) im MYBPC3-Gen in ihrer amerikanischen Maine Coon- Population. Im Jahr 2007 fanden Nyberg und Kollegen eine weitere Punktmutation A74T (Gen II, Koch- Gen) im Kodon 74 des kardialen MYBPC3- Gens. Ebenfalls 2007 fand Dr. Meurs bei Ragdoll-Katzen mittels DNA-Sequenzierung eine
Punktmutation im Kodon 820 des kardialen MYBPC3. Es handelte sich um eine kleine Gruppe von 21 Ragdoll mit der phänotypischen Diagnose HCM.
Fakten zum Stand der Dinge in der genetischen Untersuchung auf HCM bei der

Katze Erbgang - Autosomal dominanter Erbgang nachgewiesen oder
vermutet:

• Maine Coon
• American Short Hair
• British Shothair
- Rassedispositionen bestehen bei:
• Maine Coon
• American und British Shorthair
• Norwegische und Sibirische Waldkatze
• Perser
• Ragdolls
• Burmesen
• Türkish Van
• Scottish Fold
• Sphynx

Genmutationen - Bei der Katze wurden auf einem Gen (kardiales MYBPC3) nur drei Mutationen beschrieben:

• A31P
• A74T
• R820W

Häufigkeit der Genmutationen in verschiedenen Ländern
Die Studien von Dr. Kathryn Meurs, Washington State University, zeigen, dass 33,6 % der Maine Coon-Population in den USA Träger einer A31P-Mutation sind. In einer Studie unserer Arbeitsgruppe Kardiologie in der DKG-DVG von 2007 wurde ermittelt, dass 30 % von 119 herzgesunden Maine Coon-Katzen Gentest positiv für den A31P-SNP waren.
Eine gerade erschienene Arbeit der University of Bristol zeigte eine Prävalenz des A31P bei 193 Maine Coon und des R820W bei 898 Ragdoll-Katzen, die in beiden Katzenrassen bei 30 % lag. Das bedeutet, dass die Genmutation bei jeder dritten Maine Coon (A31P) oder Ragdoll (R820W)
vorliegt.
Merke: Das Vorliegen einer Mutation bei einer Katze bedeutet aber nicht automatisch, dass sie auch an einer HCM erkranken wird! Schon einige Monate nach Markteinführung des ersten Gentests und der großen Anfangseuphorie kamen berechtigte Zweifel an der Voraussagekraft des Gentests auf.
Verhältnis von HCM-Genotyp zu Phänotyp: „Da stimmt etwas nicht.“

Hierfür gibt es zwei Gründe
- Katzen mit homozygotem Test- ergebnis (HCM/HCM) leben!? Dr. Kittleson hatte einen autosomal dominanten Erbgang mit 100%iger Penetranz beschrieben. Ein Beweis dafür waren die 33 % tot geborener Kitten, die er als homozygot vermutete. Insgesamt waren 45 % der Katzen seiner Population an HCM erkrankt, von denen er annahm, sie seien folglich genetisch heterozygot. Die Ergebnisse innerhalb dieser Katzenfamilie waren schlüssig. Nach
Einführung des Gentests gab es plötzlich homozygote HCM-Katzen, die lebten!

Schon diese einfache Tatsache lässt den Rückschluss zu, dass das Gen bei diesen Katzen keine 100%ige Penetranz oder ausreichende Expressivität besitzen kann. - Genetisch negative Katzen (N/N) sind im Ultraschall sichtbar erkrankt! In den vier Jahren sahen wir regelmäßig
phänotypisch erkrankte Maine Coon- Katzen, die auf beide bekannten Gene negativ getestet waren. Eine neuere bemerkenswerte Publikation von Frau Schinner aus dem Jahre 2008 belegt den Zweifel an dem Wert der HCM Gentests für hiesige Katzen.

A31P (Gen I)
Es wurden 83 Maine Coons aus Süddeutschland auf die A31P Mutation getestet. 21,7 % waren im Test positiv, 78,3 % negativ. 83,3 % der genetisch positiven waren im Ultraschall aber phänotypisch negativ. Nur 16,7 % der genetisch positiven Katzen waren im Ultraschall auch wirklich betroffen. Von den genetisch negativen getesteten Maine Coon waren 13,9 %
im Ultraschall an HCM erkrankt. Da das Alter der Tiere über 5 Jahre lag, sind die Zahlen sicherlich sehr repräsentativ.

Merke: Nur jede fünfte im Gentest positive Katze war auch herzkrank!

A74T (Gen II)
Hier sind die Zahlen vergleichbar. Die Mutation A74T wurde bei 35,4 % der 79 Maine Coon nachgewiesen. 78,6 % dieser Katzen wiesen in der Echountersuchung keine HCM auf.
Andersherum: 76,5 % der an HCM erkrankten Maine Coon-Katzen trugen das gesunde Allel G/G, was darauf hinweist, dass von weiteren oder anderen kausalen Mutationen oder zusätzlichen Einflüssen ausgegangen werden muss.

Merke: Dreiviertel der an HCM erkrankten Katzen waren genetisch unauffällig!

Da der A74T-Polymorphismus (Gen II) des MYBPC3-Gens in dieser Studie wie auch in anderen Erhebungen genauso häufig bei Maine Coon wie bei anderen Katzenrassen vorkommt, kann es sich hier nicht um eine Maine Coon-spezifische Mutation handeln.
Zudem gibt es keine Verstärkung des Erkrankungsgrades, wenn A31P (Gen I) und A74T (Gen II) bei einem Individuum gleichzeitig auftreten. Man kann also davon ausgehen, dass es sich bei der HCM um eine genetisch komplexe Erkrankung handelt.

Herzultraschall
Die Echokardiografie (Herzultraschall) mit ihren verschiedenen Applikationsmöglichkeiten (Doppler, Tissue-Doppler, Strain und Strain/rate) ist die beste Methode, eine Hypertrophie der Herzmuskulatur phänotypisch nachzuweisen. Natürlich gibt es auch andere kardiologische Verfahren, von denen das Abhören des Herzens sehr wichtig ist. Das EKG und
die Röntgenuntersuchung sind im Rahmen einer Früherkennung der HCM eher unbrauchbar. Die Ultraschalluntersuchung ist bei Vorliegen einer Hypertrophie sehr sensitiv, kann aber bei Katzen ohne Befund die genetische Belastung und das spätere Auftreten nicht ausschließen.

Merke: EKG und Röntgenuntersuchung sind für die Früherkennung der HCM eher ungeeignet.

Grundvoraussetzung – neben der Erfahrung des Untersuchers – sind Schallköpfe mit hoher Auflösung (7,5-10 MHz) und hoher Bildfrequenz. Die Hypertrophie kann sich als symmetrische und asymmetrische Verdickung der Herzwände und Papillarmuskel darstellen.
Fast immer ist nur die linke Herzkammer davon betroffen. Grundlage der Diagnostik ist die Messung der Wanddicke in Diastole, der Herzphase der Muskelerschlaffung. Zunächst wird der Herzmuskel im 2-dimensionalen Bild in mehreren Ebenen beurteilt. Dann folgt eine MMode-Messung der diastolischen Wandstärke in den definierten Standardebenen. Ist die
Hypertrophie symmetrisch verteilt, lassen sich die Wandstärkenzunahmen messen und klassifizieren. Grenzwert für eine normale Wanddicke ist 5,5 mm. Zwischen 5,5 und 6,0 mm sprechen wir von einem zweifelhaften (equivocal) Befund. Das hat damit zu tun, dass es in der Literatur zwei verschiedene Empfehlungen für die Normalwerte der Herzwände bei der
Katze gibt.

Merke: Schwieriger ist es, asymmetrische (lokale) Hypertrophien der Wände oder Papillarmuskel außerhalb der Standardebenen zu messen und zu klassifizieren.

Hier ist
insbesondere die Erfahrung des spezialisierten Kardiologen gefragt.
Die Ultraschalluntersuchung des Herzens auf Hypertrophie hat eine sehr hohe Sensitivität. D.h., wenn wir im Ultraschall eine signifikante Wandverdickung sehen, dann handelt es sich um eine Hypertrophie. Die Hypertrophie ist entweder die Folge eines primären genetisch bedingten Defekts (HCM) oder die sekundäre Reaktion auf Blutdruckerhöhung und/oder hormonelle Veränderungen. Die sekundäre Hypertrophie stellt sich fast immer als
konzentrische (auf alle Zellen gleichmäßig nach innen gerichtet) symmetrische Verdickung aller Zellen dar.

Empfehlungen für die Gesundheitsvorsorge:

Die veterinärmedizinische Genforschung hat trotz respektabler Erfolge es leider noch nicht geschafft, einen Gentest zu bieten, der aus züchterischer Sicht von Wert wäre. Von den Gentesten kann man zurzeit nur die Untersuchung auf die Genmutation I (A31P) empfehlen und das auch nur bei Maine Coon-Katzen aus Familien, die mit der Maine Coon-Kolonie von
Dr. Kittleson verwandt sind. Diese Gentests (Gen I und II) bei anderen Katzenrassen, die vermehrt HCM aufweisen (s.o.) durchzuführen, macht keinen Sinn. Für Zuchttiere ist die regelmäßige Ultraschalluntersuchung des Herzens zu empfehlen. Aus juristischen Gründen
(§11b TschG) sollte damit vor dem ersten Zuchteinsatz begonnen werden. Danach empfehlen wir eine Wiederholung in 1- bis 2-jährigem Abstand. Die Kontrollabstände hängen vom jeweiligen Ergebnis ab.

Therapie der HCM:

Es gibt kein Medikament, welches die Tendenz zur Hypertrophie aufhält. Da Stauungen, insbesondere aber Hyperkoagulabilität und Thrombenbildung des Blutes nur im Ultraschall zu erkennen sind, ist diese Untersuchung therapiebegleitend durchzuführen.
Erschienen: Succidia AG- Darmstadt (Hrsg.): hundkatzepferd 03/2010,
Seite 6 - 8.

PKD- Polycystic Kidney Diseas

Polycystic Kidney Disease ist eine vererbbare Nierenkrankheit die in Perserkatzen entdeckt wurde.
1990 begann dann die Forschung.

Eine betroffene 6 Jahre alte weibliche Perserkatze wurde mit vergrößerten Nieren und Symptomen von Nierenversagen an die Staatl. Universitätshochschule Ohio überwiesen. Die Diagnose lautete letztendlich PKD. Mit den Nachkommen dieser Katze wurde eine Kolonie gegründet und die Forschung über den Krankheitsverlauf konnte beginnen.

Der PKD Gentest:

Wir Britisch Kurzhaar Züchter haben uns jahrelang sicher gefühlt......auch ich!!!

Der PKD Gentest war sooo schön einfach!!

Man konnte bereits seine zukünftigen Zuchtkatzen im Kindesalter, per Backenabstrich auf PKD testen lassen, ging später dann zu einem Gen-negativ getesteten Kater und hatte automatisch Gen-negative Babys........!!

Schade, das war wohl nichts....!!

Am 21. Oktober 2012, auf der Tagung der "Deutschen Gesellschaft für Kleintiermedizin" wurden sehr deutliche Worte über diesen Gentest gesprochen!

Dies brachte mich dazu diesen Beitrag zu schreiben, denn es fühlen sich noch so viele Züchter und Katzenhalter sicher mit dem PKD Gentest!!

Doch nun von vorne..!!

Der PKD Gentest wurde nur für die Rassen Perser und Mischrassen der ersten Generation entwickelt!

Einige Jahre nach dem Entdecken der PKD entwickelten Genetiker einen Test, der das Vorhandensein des PKD Gen´s mittels Blut oder DNA Material feststellt.

In den vergangenen Jahren wurde nun fälschlicherweise publiziert, dass auch für "Mischrassen", wie die Britisch Kurzhaar Katze, deren Farbvielfalt erst durch das Einkreuzen von Perserkatzen möglich wurde, dieser Gentest aussagekräftig sei!!

Dies ist nicht richtig und eine tückische Sicherheit, in der wir uns wiegen!!

Dieser Gentest hat ausschließlich eine sichere Aussagekraft bei Perserkatzen und deren Nachkommen in erster Generation.

In den Stammbäumen unserer Briten findet sich eventuell noch gaaaaanz weit hinten ein "Perser-Ahne"!!!!

Doch in den vergangenen Jahren festigten sich die Farbschläge ohne weitere Einkreuzung und so ist die Genetik der Perserkatze, in unseren heutigen Briten, nur noch durch den ein oder anderen langhaarigen Vertreter erkennbar.

Aussagekraft hat nur alleine eine Ultraschall-Untersuchung!!

Mit der richtigen Ausrüstung und einem erfahren Arzt kann dies schon im Alter von 8-10 Wochen erfolgen. Normalerweise ist es so: je älter die Katze, um so größer die Zysten, und um so einfacher sind diese zu entdecken.

Wenn die Katze annähernd 10 Monate alt ist, ist eine Ultraschalldiagnose bis zu 98% sicher.

Es sollte mit einem Ultraschallgerät von ca. 7,5 MHz und 256 Graustufen geschallt werden.

Die Ultraschall-Untersuchung von Zuchttieren, vor Zuchteinsatz wirddringend empfohlen!!!

Danke Hermine, dass ich den Text verwenden darf.